Ein kleines Menschenmädchen

Erlebtes

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Nie war es einfacher als in unserer heutigen Welt über die globalen Beziehungen zu sehen und zu verfolgen wer was erlebt, oder wem was widerfährt. Wer ist wo und erlebt dort was. Und man lernet neuen Menschen und neue Schicksale kennen. Informationen und Ereignisse die man ohne dieses Medium Internet, so nicht mitbekommen hätte.

Das ganze passiert heute in einer blitzschnellen Geschwindigkeit.

Am 06. Oktober 2014 habe ich durch Zufall von der kleinen Ella gelesen. Das hat mich sofort berührt. Warum? Ich kann das leider nicht genau bestimmen, ich vermute aber durch die Tatsache das wir selber ein kleines Menschenmädchen in ähnlichen alter haben und die kleine Ella unserem kleinen Menschenmädchen sehr ähnlich sah.

Obwohl ich mich im August 2014 gegen die Art und Weise der Datensicherung bei der DKMS ausgesprochen hatte, habe ich mir am gleichen Tag erneut ein DKMS-Typisierungsmäppchen bestellt und alles wie gewünscht ausgestellt. Seither verging kein Tag an dem ich nicht verfolgte wie es Ella ging. Ich fühlte mich vollkommen machtlos, da ich außer einer Spende und meiner DKMS Typisierung nichts anderes tun konnte ausser warten und hoffen.

Ich war voller Hoffnung für die kleine Ella, ich weinte vor Freude als es hieß. „Wir haben einen passenden Spender gefunden“. Jawohl, es gibt doch noch kleine Wunder da draussen. Ella du schaffst das, bald spielst du mit deinen Freunden und deinen Eltern auf den Spielplätzen in den Nähe eurer Wohnung.

Doch dann. Ich saß in meinem Kurs zu Sportbootführerschein und las in einer kleinen Pause, das Ella am Morgen des 02. November 2014 friedlich in den Armen ihrer Eltern eingeschlafen war. Da war es vorbei. Das war er wieder der Kloß im Hals, der Klumpen in Bauch und die nassen Augen. Warum nur? Es war ein passender Spender gefunden, es war doch alles auf dem richtigen Weg. Vermutlich war es einfach alles zu viel für diesen kleinen Menschenkörper. So viel Chemie, soviel was man als kleines baby nicht ertragen sollen müsste,so viel musste Sie ertragen. Sie war doch so tapfer.

Heute, einen Tag später freue mich für die kleine Ella. Die kleine tapfere Indianerin, die große Weltveränderin. Sie hat Ihren Frieden gefunden. Es blieb Ihr leider sehr viel von unserer tollen Welt verwehrt, aber es bleibt Ihr auch sehr viel Leid erspart. Wer weiß was dieser kleine Mensch noch hätte ertragen müssen. Ich hätte Dir von Herzen ein erfülltes Leben mit lieben Menschen gewünscht.

Wenn ich sehe, das die kleine Ella mit Ihrem Schicksal in dieser kurzen Zeit über 20.000 Menschen zu einer DKMS-Typisierungen bewegt hat, wenn ich als Dritter sehe wie viel Liebe die kleine Ella erfahren hat, dann ist ihr kurzes Leben ganz bestimmt nicht umsonst gewesen. Ihr tragisches Schicksal wird einem anderen Mensch helfen. Ganz bestimmt.

Euch Eltern wünsche ich eine starke Familie, gute und ehrliche Freunde, sehr viel Liebe und Zeit.
Ihr müsst jetzt nicht mehr stark sein, gebt nach, lasst euch fallen, trauert um euer kleines Mädchen für das Ihr alles Menschenmögliche getan habt.
Sie bleibt in euren Herzen, niemals wird die kleine Ella vergessen. Ihr habt alles was Ihr braucht in euren Herzen. Das wusste auch Ella, deswegen hat Sie euch auch zurück gelassen und sich wieder auf die Reise gemacht.

Den zurückgeblieben tut das weh weil wir nicht verstehen.

An alle anderen da draussen. Nehmt im Namen von Ella und allen anderen kleinen Kämpfern den Kampf auf – Geht raus in die Welt und erzählt diese Geschichte, lasst uns in die Fernsehsender, Radiosender und Zeitungsredaktionen gehen und diese Geschichte erzählen.
Zeigen wir doch mal das wir richtig was bewegen können.

Ella, wo immer Du bist. Danke dass Du unsere Welt in der kurzen Zeit mit deinem Wesen so bereichert hast. Danke

Ein bewegter Mensch sagt unter Tränen „Danke das es dich gab kleine Ella“.

(Quelle-Foto.: Das Foto habe ich von der Webseite von Ella. Sollte ich mit der Verwendung gegen Urheberrechte verstoßen, so bitte ich kur um einen Hinweis. Ella sucht Dich )

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